Was ist eine Haartransplantation?
Bei einer Haartransplantation werden Haarfollikel in der Regel aus dem Bereich des Hinterkopfes entnommen und in kahle oder lichte Bereiche eingesetzt. Es handelt sich um einen operativen Eingriff, der unter lokaler Betäubung durchgeführt wird.
Gängige Verfahren sind FUE (Follicular Unit Extraction), bei der einzelne Follikel entnommen werden, und FUT (Follicular Unit Transplantation), bei der ein schmaler Hautstreifen entnommen wird. Welches Verfahren in Frage kommt, entscheidet der Arzt nach einer individuellen Untersuchung.
Wann kann eine Haartransplantation in Frage kommen?
Haarausfall kann unterschiedliche Ursachen haben, zum Beispiel eine erbliche Veranlagung (androgenetische Alopezie), Stress oder andere gesundheitliche Gründe. Ob eine Haartransplantation sinnvoll ist, hängt unter anderem von der Ursache, dem Ausmaß des Haarausfalls und der Menge an geeignetem Spenderhaar ab. Dies wird in einem persönlichen ärztlichen Beratungsgespräch beurteilt.

Wie läuft die Behandlung ab?
- Beratung: Ausführliches Gespräch mit dem Arzt. Erwartungen und Bedürfnisse werden besprochen und ein individueller Behandlungsplan erstellt.
- Vorbereitung: Spender- und Empfängerbereich werden lokal betäubt.
- Entnahme: Bei der FUE-Methode werden die Haarfollikel einzeln entnommen, bei der FUT-Methode aus einem Hautstreifen gewonnen.
- Einsetzen: Die Follikel werden in die kahlen oder lichten Bereiche eingesetzt. Dabei wird auf eine gleichmäßige Verteilung und die natürliche Wuchsrichtung geachtet.
- Nach dem Eingriff: Leichte Rötungen und Schwellungen können auftreten. Die Heilung dauert bei den meisten Patienten etwa 7 bis 10 Tage.
Ergebnisse und Verlauf
Die transplantierten Haare fallen häufig zunächst aus, bevor neues Haar nachwächst. Ein Ergebnis lässt sich in der Regel erst nach mehreren Monaten beurteilen, häufig nach 6 bis 12 Monaten. Der Verlauf ist individuell unterschiedlich; ein bestimmtes Ergebnis kann nicht garantiert werden.
Mögliche Begleiterscheinungen
Nach dem Eingriff können leichte Rötungen, Schwellungen und Krustenbildung im behandelten Bereich auftreten. Wie bei jedem operativen Eingriff bestehen weitere allgemeine Risiken, zum Beispiel Infektionen oder Narbenbildung. Über Chancen und Risiken klärt Sie der Arzt vor dem Eingriff persönlich auf.
Kosten
Die Kosten hängen unter anderem vom Verfahren, vom Umfang des Eingriffs und von der Anzahl der benötigten Follikel ab. Nach der Untersuchung erhalten Sie eine individuelle Kostenübersicht.